Pfefferspray in der Schweiz?

In Deutschland ist die Sache einigermaßen klar, aber wie verhält sich der Besitz von Abwehrsprays mit Pfeffer  in der Schweiz?

Sprays mit Pfefferwirkstoff sind in der Schweiz ab dem vollendeten 18. Lebensjahr  frei erhältlich. Am 1. August 2005 wurden die alten Giftklassenbezeichnungen aufgehoben. Vorausgegangen war das Bundesgesetzes vom 15. Dezember 2000 über den Schutz vor gefährlichen Stoffen und Zubereitungen (Chemikaliengesetz). Für CS und CN Reizgasstoffe braucht man sowohl  Waffenerwerbsschein als auch eine Waffentragbewilligung.

Pfeffergranate von Foxlabs

sabrered

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Auch nicht schlecht. Von „Fox Labs“ gibt es eine Art Pfeffergranate mit der Rudelbildungen aufgelöst oder Kriminelle aus den Häusern getrieben werden können. Nach der Aktivierung dreht sich die Dose um 360° und verteilt den Inhalt in ca. 10 Sekunden. Der Inhalt enthält außerdem einen UV-Farbstoff um Personen zu identifizieren. Diesen Artikel unter Tierabwehrspray zu verkaufen dürfte schwierig sein.

Pfefferspray im Flugzeug?

Wir wurden heute gefragt ob man denn ein Pfefferspray in das Flugzeug mitnehmen darf?

„Pfefferspray ins Flugzeug mitzunehmen ist verboten“, so der renommierte Gefahrgut-Berater aus Baden-Baden. „Erstens kann schon durch den Kabinendruck, der geringer ist als am Boden, die Dose ausgelöst werden und sich das Pfefferspray im ungünstigsten Fall an Bord verteilen, verstärkt durch die Klimaanlage“, so Hasel, „und zweitens ist das Treibmittel, oft ein Propan-Butan-Gemisch, brennbar.“ Quelle: Abendblatt.de

Schon ca. 700 Mal gelangte im Jahr 2002 auf diese Art und Weise allein am Frankfurt Flughafen CS-Gas und OC-Gas im Handgepäck an Bord, obwohl dies lediglich die in Insiderkreisen ermittelte Zahl mit einer vermutlich weitaus höheren Dunkelziffer ist.  Im Januar hat die EU-Kommission in Brüssel erstmals eine für alle EU-Flughäfen verbindliche Liste verbotener Gegenstände im Handgepäck verabschiedet. Darunter finden sich auch Reizgas wie CS-Gas und Reizstoffsprühgeräte mit Pfeffer.

Polizei in BW bekommt neues Reizstoffsprühgerät

Die Gewalt und Aggressivität  gegen die Polizei nimmt immer weiter zu. Auch Deeskalation verhindert kaum noch Widerstand und Körperverletzungen. Deshalb hat die Polizei in Baden-Württemberg landesweit neue Reizstoffsprühgeräte mit größerer Kapazität und Reichweite beschafft.” Das sagt Heribert Rech (Innenminister BW)  am Sonntag, 15. Februar 2009, in Stuttgart. Aufgrund der setig steigenden Gewalt gegenüber Vollzugspersonal hat man dieses Verteidigungsspray extra nach den Wünschen und Vorstellungen von Polizeibeamten produziert und optimiert.